Donnerstag, 21. Februar 2013

Stellt euch mal alle Tiere von Koenig der Loewen vor...bis auf die Loewen...


Hallo ihr Lieben,

ich denke hoffe und erwarte (je nachdem J ) ihr wartet alle auf einen Bericht vom Wochenende.
Beginnen möchte ich damit, dass es eigentlich sinnlos ist, darüber zu schreiben, Fotos hochzuladen oder was auch immer, denn dieses Wochenende war so atemberaubend, so wunderwunderschön, dass man es eigentlich selber erleben muss.
Freitag früh bin ich 04:15 Uhr aufgestanden, da mich um 05:00 Uhr ein Fahrer abholen wollte. Diesen hatte ich am Tag zuvor mit Kirsten Franzmann engagiert. Er hat ein eigenes Fahrunternehmen in Südafrika gegründet und ist wohl eine verlässliche Alternative zum selber fahren. Quinton, so sein Name hat mich also um fünf abgeholt und wir sind zusammen nach Sandton gefahren. Sandton ist ein Stadtteil von Johannesburg, der sich so sehr von der gesamten Stadt unterscheidet, dass es eine interessante Frage ist, ob er überhaupt zu Johannesburg gehören sollte. So viele vornehme Hotels hätte ich hier niemals erwartet. Quinton hat mich am „Holiday Inn“ rausgeschmissen, von dort aus fuhr dann um sechs ein Bus los, der mich die 600 km in den Kruger National Park transportieren sollte. Noch in der Lobby lernte ich einen Teil der Gruppe kennen, ein nettes israelisches Ehepaar, die ihre Rentnerjahre dazu nutzen, mal 3 Monate durch die USA zu gurken, jetzt ein Monat Südafrika, dann ein halbes Jahr Australien. Schon ein bisschen scharf J Dann schließlich ging es los. Unser Fahrer „Goodmen“ war ein herrlicher Zeitgenosse. Auf dem Weg konnte ich viele verschiedene Facetten des Landes sehen (und vorallem endlich mal raus kommen aus Johannesburg!!!). Wir sind an Townships vorbei gefahren, die weder Strom noch fließend Wasser haben. Dieser Anblick hat mich sehr schockiert. Eine riesige Fläche voller Blechhütten mit Pappdächern oder Bleche als Dächer, welche mit Steine und Müll fixiert waren. Zwischen den einzelnen Hütten stapelte sich der Müll. Die Hütten waren vielleicht 20 m² groß. Wenn überhaupt. Und da lebt nun teilweise eine ganze Familie drin!!! Der Anblick war einfach nur fürchterlich. Meine Mitreisenden haben es fotografiert, ich konnte es einfach nicht. Auch so konnte man wieder überall die Armut sehen und riechen. In alten, herunter gekommenen Autos werden viel zu viele Leute auf der Autobahn transportiert. In kleinen Pickups sitzen hinten auf der offenen Ladefläche Frauen und kleine Kinder, die einfach nicht anders reisen können. Neben der Autobahn stehen viele Menschen, sie wollen mitgenommen werden. Man kann die Autobahn auch nicht mit unseren Straßen vergleichen. Da wird mal einfach so ein Strohballen über die Fahrbahn geschoben (und man darf auf den Bahnen immerhin auch 130 km fahren), Baustellen werden durch einzelne Personen abgesichert, die Fahnen schwenken und Fahrradfahrer sind auch keine Seltenheit. Je weiter wir aus Gauteng (so heißt die Provinz, in der hier die meisten Menschen leben und auch die Städte Johannesburg und Pretoria liegen) heraus fahren konnten, umso besser wurde es. Die Landschaft war nicht mehr kahl und unbewachsen, sondern sie wurde immer hügeliger und grüner. Wir sind durch einen Teil der Drakensberge gefahren und waren dann am Lodge. Das war sehr sehr schön und nach einem Willkommensgetränk sind wir zur ersten Safari gestartet- zur Big Five Tour. Nur kurz als Erklaerung: die Big Five sind: Nashoerner, Elefanten, Loewen, Bueffel und Leoparden. Auf dieser Tour konnte ich nur die Big Two sehen, also Nashoerner und ganz viele Bueffel. 
                                      


Aber als es am naechsten Tag in den Kruger ging, habe ich unglaublich viele Tiere gesehen: Elefanten, Bueffel, Giraffen, Zebras, Impalas, Gnus, eine gruene Mamba, Antilopen, Kudus, Warzenschweine, Erdmaennchen, Erdhoerchen, tausend verschiedene Arten von Voegeln und Schildkroeten und noch so viele mehr. 



Leider konnte ich keins mitnehmen. Irgendwie haben die hier so komische Bestimmungen, dass man nichts aus dem Nationalpark entfernen darf..ich versteh es nicht so ganz. Sinnlose Regeln hier :)




Die Safari war in einem offenen Jeep. Es war sehr toll. Von dem Auto aus konnte man viele Tiere sehen- aussteigen darf man ja nicht in dem Park. Bis abends um sechs haben wir versucht einen Loewen aufzuspueren, es ist uns leider nicht gelungen, aber dafuer gab es so viele tolle andere Tieren.
Der Sonntag startete mit einem Spaziergang. Da bin ich unter Spinnennetzen durchgekrochen mit Spinnen drin, die circa handflaechen gross waren. Baaaah!!! Aber zur Belohnung gab es dann nochmal Giraffen und Zebras aus naechster Naehe. 



Aaaaber meine Chance war da :) Das rote Gesicht nennt sich uebrigens "Windbrand" :) Ist sowetwas wie Sonnenbrand nur nicht verursacht durch Sonne, sondern heissen Savannenwind. Ist eigentlich eine lustige Angelegenheit :)

Als es nach dem Fruehstueck nach Hause ging, haben wir noch einen Zwischenstopp am Blyde River Canyon gemacht. Dies ist ein Canyon in dem eher unbekannten Zug der Drakensberge. 


Ab Montag war die Zeit hauptsaechlich durch Stundenvorbereitungen und unterrichten gepraegt. So habe ich viel damit zu tun, mich vorzubereiten und mir Sachen einfallen zu lassen, um Kinder zu quaelen. Heute ist also schon Donnerstag und die Zeit hier schwindet langsam- was langsam auch total ok ist :)
Im


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